Hasta la vista – Arnold Schwarzenegger kontert homophobem Fan

Quelle. Arnold Schwarzenegger Facebook

Quelle. Arnold Schwarzenegger Facebook

So cool hätte ich Ex-Terminator und Ex-Gouvaneur Arnold Schwarzenegger nicht eingeschätzt. Nach der Entscheidung des Supreme Courts der USA zur flächendeckenden Einführung der Ehe für alle (man nennt sie auch „Homo-Ehe“) in den USA änderten Millionen Facebook-Nutzer weltweit ihre Profilbilder in eine Version mit Regenbogenfarbe. Auch der ehemalige Gouvaneur von Kalifornien solidarisierte sich öffentlich. Dazu fügte Arnold seinem Profilbild einen Regenbogenfilter hinzu, das ihn in seiner Paraderolle als Terminator zeigt.

Prompt erntete Arnold für seine Solidarität Ärger von einem offen homophoben Fan. „Was ist los mit dir, Arnie? Ich werde dich wohl ‚entiken“ müssen“, kommentierte ein Facebook-Nutzer unter die Profilbildänderung. Schwarzeneggers Antwort lautete kurz und cool: „Hasta la vista“! Dabei handelt es sich um Schwarzeneggers berühmtestes Filmzitat, das so viel heißt wie: Auf Wiedersehen.

Schwarzenegger war schon in seiner Zeit als Gouverneur gegen die Proposition 8, die sich gegen eine Gleichstellung der Ehe von hetero- und homosexuellen Paaren in Kalifornien wandte (unter diesem Link findet ihr weitere Infios zum Proposition 8), und damit seiner konservativen Partei weit voraus.

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An alle Homophobe: Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle wird kommen!

  

  
 Das oberste Verfassungsgericht der Vereinigten Staaten von Amerika hat es getan! Seit gestern, dem 26. Juni 2015, dürfen Lesben und Schwule in den USA heiraten. Dabei ist die Ehe vollkommen gleichgestellt. Innerhalb von wenigen Wochen zieht damit ein weiteres westliches Industrieland, die älteste Demokratie der Erde, an dem pseudo-liberalen Deutschland vorbei. Peinlich für Merkel, peinlich für die CDU/CSU! 

Ich frage mich daher wieso die Union immer noch an ihrem antiquierten Familienbild festhalten möchte. Die Union betreibt mit ihrer Politik staatlich organisierte Diskriminierung an Lesben und Schwulen. Ja unser Grundgesetz richtig liest, der kann zu keinem anderen Schluss kommen als die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen. 

Denn die Öffnung der Ehe ist keine Frage Von Mehrheitsentscheidungen innerhalb einer Demokratie, auch wenn mehrheitlich die bundesdeutschen Bevölkerung für eine Öffnung der Ehe ist. 

Es geht eher um eine Frage der Rechtstaatlichkeit, ob Lesben und Schwule heiraten dürfen. Dieser Punkt wird in der Diskussion immer wieder falsch dargestellt. Denn auch wenn die Mehrheit der Deutschen sich dazu entschließen sollte, das rothaarige Menschen nicht mehr heiraten dürfen, ist es der Rechtsstaat, der gewährleistet, dass die Rechte aller Menschen in diesem Land geschützt sind und dass jeder vor dem Gesetz gleich ist. Ich weiß, dass das Beispiel mit den rothaarigen albern wirkt, aber auch die Ablehnung von Homosexuellen in dieser Gesellschaft ist albern. Ich möchte damit nur verdeutlichen, dass es hier nicht um Gefallen oder Misfallen geht, es geht um Bürgerrechte. Und diese Bürgerrechte fahre dann Lesben und Schwule zu Recht ein. 

Genau aus diesem Grund wird auch das Bundesverfassungsgericht und auch der europäische Gerichtshof nicht anders entscheiden können.  Das sei der Union und das sei allen homophoben in dieser Gesellschaft gesagt! Ach wenn es euch nicht gefällt, eine Gleichstellung werdet ihr nicht mehr verhindern können.
Die CDU/CSU könnte Größe beweisen und die staatliche Diskriminierung von Lesben und Schwulen beenden. Ich glaube aber, dass der radikale Teil der Union zu verbohrt ist und diese Größe nicht besitzt. Schade, dass die CDU die letzte Chance verpassen wird Gesellschaft dicht am 21. Jahrhundert anzukommen. Schritt für Schritt werden wohl auch in anderen westlichen Rechtsstaaten die Ungleichheiten zwischen Lesben und Schwulen ausgeräumt. Der gestrige Tag war ein guter Tag für die Gerechtigkeit und auch ein guter Tag für Lesben und Schwule.