Warum der Angriff auf den schwulen Nachtclub in Orlando ein Angriff auf uns alle ist

13413547_469526383257219_6439699228943666988_nNach solchen Meldungen, wie der Nachricht über das Massaker in dem schwulen Nachtclub „Pulse“ in Orlando bleibt bei mir erst mal ein Gefühl der Bestürzung. Am Sonntagmorgen bin ich mit der Spiegel-Eilmeldung auf meinem Handy aufgewacht, in der es um eine Schießerei in einem Schwulenclub in Orlando ging. Von Toten war in den ersten Meldungen noch nichts bestätigt worden. Doch dann kamen immer mehr traurig Details ans Licht. An der Debatte über die Waffengesetze in den USA will ich mich nicht beteiligen.

Das sind die Fakten, wie sie bisher (Stand 13. Juni 2016) bekannt sind:

  • Ein 29-jähriger Amerikaner ist am Sonntagmorgen um ca. 2 Uhr mit einer automatischen Schusswaffe in den Schwulenklub Pulse in Orlando, Florida gestürmt und hat sofort das Feuer eröffnet und nahm einige Besucher, die in die Toiletten flohen als Geisel.
  • Bisher starben 50 Menschen, 53 weitere Besucher wurden verletzt. Als die Polizei die den Nachtclub stürmte wurde der Angreifer von der Polizei erschossen.
  • Der Name des Todesschütze ist Omar M. Er soll sich vor dem Angriff bei der Polizei  auf den „Islamischen Staat“ berufen haben. Omar M. ist gebürtiger US-Amerikaner mit afghanischen Wurzeln.

Seither kursieren dei wildesten Theorien, dass ich Omar M. von einem küssenden schwulen Pärchen in Orlando provoziert gefühlt haben soll. Bestätigt ist sein Motiv bisher nicht, auch nicht ob die Wahl auf den schwulen Nachtclub bewusst oder zufällig gefallen ist. Gleichzeitig wurde gestern ein bewaffneter Mann in Santa Monica festgenommen, der einen Angriff auf die L.A. Pride geplant haben soll. Ich glaube nicht, dass die Wahl auf einen schwulen Nachtclub ein Zufall war, denn homosexueller Hedonismus ist in den Augen vieler radikaler Homophober (egal von welcher Seite) die größte Provokation. Es sollte aber für unsere gesamte Gesellschaft ein Weckruf sein.

Denn beide Taten, wovon eine glücklicherweise vereitelt wurde, sind nicht nur Angriffe auf die LGBT-Community, sonder Angriffe gegen unser westliches Wertesystem ist. Wir haben lange Jahrzehnte für Toleranz und Akzeptanz in weiten Teilen der Gesellschaft kämpfen müssen und es ist eine der größten Errungenschaften, dass diese Toleranz mittlerweile für viele erreicht worden ist. Zwei Männer oder zwei Frauen, die sich küssen, ist keine Provokation, sondern der Ausdruck einer freien und offenen Gesellschaft. Warum sich ein Mann radikalisiert und egal ob er aus islamistischen, homophonen und rechtsextremen Motiven handelt. Er greift damit dieses Wertesystem an.

Meine Solidarität und meine Anteilnahme git den Opfern und den Familien, deren Leben sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag durch diese Tat geändert hat. Ich hoffe nicht, dass sich Schwule und Lesben dadurch einschüchtern lassen und die CSDs und Pride-Veranstaltungen dieses Jahr meiden. Denn dadurch hätte der Terror schon gewonnen.

Wer Solidarität zeigen möchte, kann das gerne durch das Ändern seines Profilbildes zeigen. Wer seine Anteilnahme gerne unter diesem Beitrag hinterlassen möchte, darf dies gerne tun. Ich fände es gut, wenn sich aber keine Grundsatzdiskussion über Politik und Terror entwickeln würde. Ich werde die Kommentare auch dahingehend prüfen.

 

Neulich auf Gayromeo – Warum gehe ich eigentlich arbeiten?

Die besten Nachrichten auf Gayromeo oder PlanetRomeo (wie man es nennen mag) bekommt man immer dann, wenn man nicht damit rechnet. Die besten Nachrichten kann man sich auch nicht vorstellen oder ausdenken. Sie kommen einfach aus dem Nichts und sind so bizarr wir faszinierend.

Aber lest selbst:

Quelle: JustDave86 auf PlanetRomeo

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Dieser junge Mann unterbreitete mir, wie wahrscheinlich vielen anderen Männern, ein besonders verlockendes Angebot:

1.000 EUR pro Monat für völlige sexuelle Unterwerfung und häusliche Dienstleistungen. Dafür darf ich aber auch das Auto benutzen und bekomme größere Anschaffungen bezahlt. Dazu besteht die Möglichkeit, dass ich mir noch leistungsbezogen den ein oder anderen Euro dazu verdienen darf. 30 Euro bekommt der Angestellte, wenn er sich von einem seinen muskulösen Freunden benutzen lässt. Schätzungsweise (nach seinen Schätzungen) komme ich so auf 600 bis 1200 Euro zusätzlich. Ich habe mal überschlagen – das sind  20 bis 40 Benutzungen im Monat sowie die zusätzlichen zwei bis drei Mal am Tag, an denen der Herr mich schon benutzen möchte. Macht alles in allem bis zu 130 Mal Sex im Monat. Eine stattliche Zahl!

Sitzen ist dann nicht mehr möglich! Aber jeder Job hat so seine Nachteile. Es stellt sich aber die Frage, ob die 2.200 Euro (mietfrei mit Firmenwagen und zusätzlichen Boni) steuerlich vergolten werden müssen oder wie ich mich dann deklarieren muss. Wie sieht es zusätzlich mit der Krankenkasse oder der Rentenversicherung aus? Alles Fragen, die ich leider in den Jobverhandlungen nicht beantworte bekommen habe. Gescheitert wäre der Job spätestens bei der Beurteilung meiner Leistungen als Hausfrau – ich putze nämlich nicht mal meine eigene Wohnung. So muss ich leider weiter von Montag bis Freitag 40(eher +) Stunden meiner Arbeit in der großen weiten Welt der Werbung nachgehen.

Was sind eure liebsten Grindr-Nachrichten. Schickt sie mir gerne zu und ich widme ihnen eine Story :)