Katholische Lobby Gruppe macht sich mit Anti-Gay Marriage Werbung lächerlich

Quelle (Video der Catholic Vote)

Quelle (Video der Catholic Vote)

„Catholic Vote“ ist eine amerikanischer Lobby Gruppe der katholischen Kirche und damit ein erklärter Gegner der Ehe für alle. Die Gruppe scheint zudem hellseherische Fähigkeiten zu haben und die Entscheidung des Supreme Courts vorhergesehen zu haben, das am 26. Juni die Ehe für Homosexuelle öffnete. Denn einen Tag zuvor veröffentlichte die Lobby Gruppe ein Video, das als Anti-Homo-Ehe Spot fungieren sollte.

Der Titel des Videos ist vielsagend „Not alone“ (Nicht alleine) und die Tagline sagt “We’re here because we have something to say and we’re no longer afraid to say it.” (Wir sind hier weil wir etwas zu sagen haben und wir haben keine Angst mehr es zu sagen“. Übersetzt bedeutet das so viel, dass sie nicht länger Angst haben gegen die Ehe von homosexuellen Paaren zu hetzten.

Das Video startet dann ironischerweise wie ein Coming-Out-Video und inszeniert junge Katholiken, die eine ablehnende Haltung gegen die Ehe von Lesben und Schwulen haben, als Opfer, die sich nicht mehr trauen können, ihre Meinung zu sagen. Mit vielsagenden Blicken und pathetischen Stimmen erzählen die Protagonisten, dass sie sich nun trauen, offen dazu zu stehen. dass sie die Ehe alleine zwischen einem Mann und einer Frau sehen und rufen damit implizit dazu auf, dass andere es ihnen gleich tun sollten. Seht selbst wie das Video aufgebaut ist:

Über eine Million Views hat das Video bisher auf YouTube bekommen. Mich freut es vor allem, dass die Zahl der Dislikes (+41.000) Die Zahl der Likes (knapp 3.000) deutlich übertrifft. Diese Resonanz gibt es auch in den Kommentaren, die das Video eher komisch oder lächerlich finden.

Das Video ist nämlich eine diabolische Umsetzung von Intoleranz gegenüber Menschen, die nicht in das eigene verengte Weltbildpassen, mit schöner Musik und schwarz-weiß Bildern. Es ist schon besonders lächerlich, dass sich junge Katholiken als Opfer sehen, dass sie andere nicht mehr öffentlich diskriminieren dürfen. Das Klagelied der letzten Kreuzritter könnte man dazu sagen. Die schönste Stelle innerhalb des Videos ist, wenn die beiden Frauen anfangen zu weinen. Genau diese lächerliche Art der Inszenierung hat wohl andere Amerikaner inspiriert, dieses Video zu parodieren und zu enttarnen.

Wie findet ihr beide Videos? Ich freue mich über eure Meinungen.

Tolle Sache! Fitness-YouTuber Julian Zietlow wirbt für Toleranz für Schwule und Lesben

Quelle: Instagram-Account von Julian Zietlow (Link: https://instagram.com/p/4bczaOwImN/?taken-by=julianzietlow)

Quelle: Instagram-Account von Julian Zietlow (Link: https://instagram.com/p/4bczaOwImN/?taken-by=julianzietlow)

Als Schwuler kann man ja viel nach Toleranz rufen und versuchen mit seinen Argumenten die härtesten Bretter zu bohren. Richtig große Reichweite bekommen solche Argumente erst, wenn ein heterosexueller Mann Stellung beztieht – vor allem mit einer solchen Reichweite. Der Fitness-YouTuber Julian Zietlow hat genau das getan. In einem 40-minütigen Video bezieht er Stellung daz, warum er Flagge gezeigt hat und seine Solidarität für die Öffnung der Ehe in den USA gezigt hat. Sein Instagram und Facebook-Eintrag zu diesem Thema hat ohne Zweifel viele positive Kommentare erhalten.

Kommentare unter dem Facebook-Posting (http://on.fb.me/1HBDWUU)

Kommentare unter dem Facebook-Posting (http://on.fb.me/1HBDWUU)

Erschreckend ist aber die Zahl an menschenverachtenden und hassgetriebenen Kommentare, die sich unter beiden Beiträgen sammelten. Ich habe einige Beiträge ausgewählt, um zu zeigen, welche Meinungen noch über Homosexuelle kursieren.

Kommentare unter dem Instagram-Foto (Link: http://bit.ly/1geC6gP)

Kommentare unter dem Instagram-Foto (Link: http://bit.ly/1geC6gP)


Kommentare unter dem Facebook-Posting (http://on.fb.me/1HBDWUU)

Kommentare unter dem Facebook-Posting (http://on.fb.me/1HBDWUU)

Ich haber mich auch dazu entscheiden, keinen Namen zu schwärzen, da es sich um öffentliche Facebook-Einträge handelt und wer offen solche Meinungen verbreitet, sollte auch dazu stehen.

Ich hoffe, dass der Einfluss uind die Strahlkraft von Julian Zietlow in eine junge fitnessaffine (teilweise vielleicht zu Testosteron-gesteuerte) Zielgruppe dazu führt, dass der ein oder andere junge Mann, seine homophoben Ansichten oder seine Vorurteile nochmal überdenkt. Man darf den Einfluss von einem Video natürlich nicht überschätzen, aber YouTuber genießen bei ihren Zuschauern eine hohe Glaubwürdigkeit und sind Vorbilder für ihre Zuseher. Daher darf man hoffen, dass sich seine Zuschauer die Toleranz von Julian zum Vorbild nehmen.

Ich kann euch nur empfehlen, das Video in Teilen oder sogar ganz anzuschauen. Ich habe bisher noch keinen heterosexuellen Mann öffentlich so deutlich Stellung für Toleranz und Gleichstellung beziehen sehen. Aus diesem Grund will ich ihn mit diesem Artikel herausgheben. Schade, dass es von der Sorte Julian Zietlow nicht mehrere einflussreiche Kommunikatoren gibt.