Warum macht mir James Franco eigentlich kein Kompliment?

Quelle: Coke Light

Quelle: Coke Light

James Franco macht im Namen von Coca-Cola light Frauen Komplimente, wie sexy sie sind. Jeden Morgen strahlt mich Franco an der U-Bahn-Station von einer großen Plakatwand an mit dem Slogan „Weißt du, was an dir echt sexy ist?“ Die Antwort ist nein, denn ich kann, auch wenn dieses Plakat jeden Morgen meinen Tag etwas heller macht, kein Kompliment von James Franco bekommen. Ich habe es ausprobiert… Der Name David ist leider nicht unterstützt. Natürlich ist seitens Coca-Cola keine Böswilligkeit dahinter. Mehrere Online-Kampagnen aus der Vergangenheit haben leider bewiesen, dass man die Hürden für Schabernack hoch setzten muss. Zudem steht der Hollywood-Star leider nur auf Frauen, weswegen man ihm wohl kaum zumuten kann, auch noch seinen männlichen Verehrern Komplimente zu machen. Trotzdem hat Coca-Cola mit seinen beiden Light-Produkten eine klassische Gender-Strategie eingeschlagen, die Schwule ein bisschen ausgrenzt. Denn weder möchte ich mir das Leben machen, wie es sein soll, um dann mit Manuel Neuer zwar in der Umkleide, aber dann mit einer hübschen Brünetten im Bett zu landen, noch bekomme ich von Franco ein Kompliment wie echt sexy ich bin. Die Ansprache von Coca-Cola ist klar und explizit auf heterosexuelle Frauen und Männer ausgerichtet. Coke Light ist ja schon immer ein klassisches „Frauenprodukt“ gewesen, dennoch hat die Werbung mit dem oberkörperfreien Coca Cola-Light-Mann auch Schwule angesprochen. Coke Zero auf der anderen Seite sollte ja von Beginn an ein Produkt sein, das auch Männer dazu bewegt, zuckerfreie Cola zu trinken, da die klassische Light Cola ihnen zu süß war. Die Werbung und das Design sind daher dunkler und maskuliner. Ich glaube aber, dass Coca-Cola bei dieser Polarisierung der beiden Werbestrategien vergessen hat, dass Schwule eine der wichtigsten Zielgruppen für Light-Produkte überhaupt sind. Das hohe Körperbewusstsein bei schwulen Männern, lässt diese mehrheitlich eher zu einer Cola light als zu dem zuckerhaltigen Pendant greifen. Ich habe daher auch schon Jahre bevor Coca-Cola das „Männerprodukt“ Zero eingeführt hat, fast ausschließlich die Light-Produkte konsumiert. Nun muss es nicht unbedingt sein, dass Coca Cola noch eine zuckerfreie Variante für Schwule erfindet, um noch eine dritte Marketingstrategie zu fahren. Die schwule Community ist es über Jahre hinweg gewohnt, implizit angesprochen zu werden. Ein nackter Mann mit einer Kiste Coca Cola-Light ist da sicher nicht der schlechteste Ansatz, um schwule Männer für ein Produkt zu begeistern. Das Problem an der aktuellen Polarisierungsstartegie von Coke Light und Zero ist aber, dass dadurch Schwule definitiv „ausgeschlossen“ werden, da sie sich von keiner der beiden Werbungen angesprochen fühlen können. Der aktuelle Erfolg scheint Coca Cola zwar Recht zu geben, schließlich hat man bei Pepsi Maxx die Coca Cola Zero-Werbung eins zu eins kopiert. Bei mir hat Coca Cola dabei aber ein bisschen Sympathie verloren. Vielleicht ist es auch nur der Frust darüber, dass ich kein Kompliment von James Franco bekommen habe. Wie wäre es, wenn Coca Cola Light mit Neil Patrick Harriss werben würde. Der könnte glaubhaft Komplimente an Frauen und Männer verteilen. Frust-Artikel Ende J

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2 Kommentare zu “Warum macht mir James Franco eigentlich kein Kompliment?

  1. Lieber David, ich gebe dir Recht. Das ist ein Fail von Coca-Cola .Naja aber du hättest mich gefragt, was an dir sexy ist ;-) Wenn du Komplimente brauchst, bin ich hier :-D.

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