Ben & Jerry’s unterzeichnet Petition zur Ehe-Öffnung in den USA

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Quelle: Benjerrys.com

Der amerikanische Speiseeishersteller Ben & Jerry’s hat sich vor Gericht dafür ausgesprochen, Schwulen und Lesben bei der Heirat die gleichen Rechte zuzusprechen wie heterosexuellen Paaren. Die Firma aus Vermont unterschrieb zusammen mit 30 anderen Unternehmen ein sogenanntes „Amicus Curiae“-Dokument. Dieses ist in etwa vergleichbar mit einer Petition. In diesem Dokument fordern die Unterzeichner das Supreme Court der USA auf, vor allem die Ehe-Verbote in Virginia, Utah, Oklahoma und Wisconsin zu überprüfen und einen gemeinsamen Rechtstandard in den USA zu finden, der eine Ehe für Schwule und Lesben überall möglich macht. In diesen Staaten wurden Gesetze verabschiedet, die eine Homo-Ehe verbieten.

Chris Miller, Social Mission Activism Managerbei Ben & Jerry’s kommentierte das neuliche Engagement folgendemaßen: “ Es reicht oftmals nicht aus, die Art zu ändern, wie man Geschäfte macht oder die Praxis im eigenen Geschäft. Es sei denn, man ist bereit für die Rechte anderer Partei zu ergreifen, nicht nur privat im Hinterzimmer, sondern überall auf der Welt.“

Ich finde, dass so ein Engagement vor allem Respekt und Anerkennung verdient. Denn ein Unternehmen wie Ben & Jerry’s läd damit auch ein gewissen Risiko auf sich. In vielen Bundesstaaten der  USA und in weiten Teilen der Welt wehren sich wertkonservative Fundamentalisten gegen eine Gleichstellung von Homosexuellen. Noch in den 90er Jahren gab es in den USA zudem Bombendrohungen gegen einen TV-Spot von IKEA, in dem ein homosexuelles Paar gezeigt wurde.

Auf der anderen Seite nehmen diese Unternehmen diese immer kleiner werdenden Risiken in Kauf, da die Zahl der Menschen, die eine liberale Wertorientierung haben, in der Mehrheit sind. An dieser Stelle muss ich wieder Alexander Dobrindts Zitat aufgreifen (anders als ihm lieb ist): Die „schrille Minderheit“ sind mittlerweile diejenigen, die unter dem Deckmantel von irgendeiner Religion oder pseudo-familiären Werten homophobes Gedankengut verbreiten.

Unternehmen wie Ben & Jerry’s, die traditionell eine links-liberale Unternehmenskultur pflegen, haben das längst erkannt und profitieren zu Recht von der positiven Presse. Ich wünsche mir, dass mehr Unternehmen diesem Beispiel folgen.

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