Harry Potter fördert die Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen

(c) by Hung Chieh Tsai (Quelle: http://bit.ly/1vk8AvC )

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Ich wusste es schon immer: Harry Potter ist nicht nur eine der besten Bücherserien aller Zeiten, sondern vermittelt auch positive Werte. Eine neue Studie fand heraus, dass Harry Potter beim Abbauen von Vorurteilen gegen Lesben, Schwule und Transgender sowie gegen Ausländer oder Flüchtlinge hilft.

Vor allem die Identifikation mit dem toleranten Harry, der keinen Wert auf Herkunft oder Aussehen legt, im Kontrast zu der negativen Figur Lord Voldemort fördert die Toleranz der jungen Leser. Ablehnung und das Denken in Schubladen wird bei Harry Potter immer negativ dargestellt.

Die Parallelen innerhalb der Harry Potter-Büchern zum Nazi-Regime (Jagd auf „Schlammblüter“) und die ständige Unterdrückung von anderen magischen Kreaturen wie den Hauselfen, die als wertlose Diener galten, schärfe die Sensibilität von Lesern. Das fanden zumindest die Macher der Studie heraus. Ganz Unrecht haben sie nicht. Denn Harry und seine Freunde Ron und Hermine begegnen im Lauf der sieben Romanen allen Charakteren, mögen sie auch noch so anders sein, mit der gleichen Art von Respekt. Unabhängig vom Status und dem Aussehen von Personen, freundet sich Harry auch mit Menschen an, die außerhalb von Gruppen stehen. Ganz überraschend ist diese Erkenntnis für mich nicht. Denn Toleranz und ein unverkrampfter Umgang mit Homosexualität kann man auch der Buchautorin nachsagen. J.K. Rowling erklärte vor einiger Zeit, dass Schulleiter Dumbledore selbst schwul gewesen sei. Das Neue an dieser Studie ist vor allem, dass die Bücher, die zu millionenfachen Bestsellern wurden einen nachhaltigen Eindruck auf junge Menschen gemacht haben.

Toleranz wird eben nicht nur direkt vermittelt. Denn auch wenn die Themen Toleranz gegenüber Lesben, Schwulen und Transsexuellen in den Romanen erwähnt, erkennen Leser die Analogien zu unserer Welt. Rowling hat mit ihrer Welt um Zauberer, Hexen und andere Fabelwesen eine ganz bezaubernde Art geschaffen, Kindern und Erwachsenen die Werte Toleranz und Respekt zu vermitteln. Harry Potter (zumindest die Bücher) hat die Welt ein bisschen besser und toleranter gemacht. Bisher wurde von besorgten Elternverbänden Harry Potter „nur“ Okkultismus vorgeworfen, ich bin gespannt, wann die ersten „Hilfe, Harry macht unsere Kinder schwul“-Aufschreie von christlichen Fundamentalisten bekannt werden. ;-)

Ich jedenfalls bin mit den Büchern groß geworden und seit Jahren ein großer Fan. Daher freute es mich von dieser Studie zu lesen. Mich interessiert aber eure Meinung. Können Geschichten wie Harry Potter Kinder toleranter machen? Bei Disney habe ich ja bereits eine ähnliche These aufgestellt.

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