Schwule Marken (II): Apple

In meiner kleinen Reihe von Marken, die bei Homosexuellen beliebt sind, darf Apple natürlich nicht fehlen, in meinem Übersichtsartikel habe ich die Kalifornier schon erwähnt. Der iPhone und oiPad-Hersteller zählt zu den beliebtesten Technik-Herstellern überhaupt. Das hat 2008 auch eine Umfrage des US-Werbeunternehmens PlanetOut mit 2.259 Teilnehmern zwischen 18 und 64 ergeben.Dabei kam heraus, dass Apple sogar die Nummer eins unter den Technik-Marken sie. 39 Prozent der schwulen und lesbischen Teilnehmer werteten Aplle als homosexuellenfreundliche Marke . Damit rangierte das Unternehmen soagr im gesamtranking auf Platz 2 hinter Bravo Network (Medienfirma). Hauptkonkurrent Samsung erreichte in dieser Umfrage nur vier Prozent. Mittlerweile werden die Koreaner aber deutlich homofreundlicher wahrgenommen. Nichtsdestotrotz sind die Produkte Apple bei Schwulen das Maß aller Dinge.

Auf der einen Seite ist der Erfolg von Apple in der schwulen Community nicht weiter verwunderlich. Die Produkte haben einen starken Fokus auf Design und Usability und werden vor allem in kreativen Bereichen verwendet (z.B. Grafikdesign). Langezeit galt der kalifornische Software-Konzern als Underdog und coole Alternative zu den klassischen Windows-PCs. Auch wenn das schon lange nicht mehr der Fall ist, haben die Produkte wie iPhone, Mac und iPad einen Kultstatus erreicht (nicht nur bei homosexuellen Kunden). Zudem hat Apple erkannt, dass seine Produkte besonderen Rückhalt in der schwulen Community haben und sich dahingehend positioniert. In den USA gehörten die Kalifornier zu einem von 60 Unternehmen ein, die sich für die Gleichstellung der Ehe von Lesben und Schwulen einsetzen. Wie das Branchenportal Bloomberg berichtet, ist auch der Apfelkonzern eines der Unternehmen, die die Proposition 8 abschaffen wollen. ist auch Apple. Die Unternehmen haben eine Einreichung unterzeichnet, worin sie sich für die Heirat von Schwulen und Lesben einsetzen.

Was es mit der Proposition 8  aufsich hat, habe ich bereits in diese Artikel erläutert. Nach Angaben der 60 Unternehmen sind die ständigen Benachteiligungen von Homosexuellen in allen Lebensbereichen der Grund sich für die Gleichstellung der Ehe von Lesben und Schwulen in den USA einzusetzten. Wie ich bereits in diesem Artikel beschrieben habe, kaufen schwule Konsumenten eher bei Unternehmen ein, die sich für die Gleichstellung von Homosexuellen einsetzten. Das Engangement von Apple kommt

Auch wenn sich die Kalifornier für die Rechte von Homosexuellen einsetzen geht Apple nicht immer konform mit dem schwulen Lebensstil. Wegen „zu viel nackter Haupt“ beispielsweise löschte Apple die erfolgreichste Schwulen-Community „GayRomeo“ ohne Vorwarnung aus dem Appstore. Auch eine Nachbesserung seitens GayRomeo wurde nicht vollkommen akzeptiert, so dass mittlerweile jedwede Form nackter Haut aus „Gayromeo“ entfernt werden musste. Man muss natürlich nicht rechtfertigen, dass pornografische, jugendgefärdende Inhalte nicht geduldet werden, aber die Praxis von Apple, was nackte Haut angeht, grenzt schon an Zensur. Mich wundert an dieser Stelle, dass der Protest innerhalb der schwulen Community gering ausfiel. Geschadet hat es Apple bisher auch nicht, obwohl sie sich damit eigentlich gegen einen schwulen Lebensstil positioniert haben.

Wobei Apple aufpassen muss, denn Google ist bei Weitem nicht so streng wie Apple was Bilder angeht. Laut einer aktuelleren Untersuchung vo YouGov BrandIndex ist Android mittlerweile die schwulenfreundlichste Marke der USA.

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Ein Kommentar zu “Schwule Marken (II): Apple

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