Ich bin dabei: CDU/CSU dieses Jahr abwählen!

Es reicht. Lesben und Schwule haben sich in den letzten 50 Jahren viele Rechte erkämpft, sie haben sich gegen Diskriminierung gewehrt und für gesellschaftliche Akzeptanz geworden. Der CDU war in den vergangenen Jahren vieles heilig: Die Wehrpflicht, die Atomenergie, der Kampf gegen Lohnuntergrenzen und noch vieles mehr. Doch dann entschloss sich Frau Merkel diese Positionen um 180 Grad zu drehen – und plötzlich waren diese Kehrtwenden, so Frau Merkel, urkonservativen Position. Die einzige konservative Bastion, die sich die CDU den letzten Jahren bewahrt hat, ist der erbitterte Widerstand gegen die Homo-Ehe. Ich plädiere dafür: CDU/CSU abzuwählen.

Denn es wird sich nichts verändern in diesem Land, so lange die Union regiert.

Denn auch wenn sich Union und FDP die vollkommene Gleichstellung von Homosexuellen und Lesben in den Koalitionsvertrag geschrieben haben, lässt sich die vollkommene rechtliche Gleichstellung im Steuer- und Adoptionsrecht gegen eine kleine Minderheit in der CDU/CSU Fraktion nicht durchsetzen. Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben rüttelt an dem vielleicht wichtigsten Grundmanifesten der konservativen Vorstellungen: dass Ehe und Familie die „Keimzelle“ der Gesellschaft sind und dass eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben daran etwas ändern würde. Mir schaudert es vor solchen Formulierungen!
Mit ihrer Verweigerung über die Gleichstellung von Lesben und Schwulen einen gesellschaftlichen Diskurs anzuregen hat Merkel sich und ihre Partei nun in eine Sackgasse manövriert. Die Union verpasst die Chance sich von antiquierten Positionen zu verabschieden und sich als moderne Volkspartei zu präsentieren.

Ich möchte noch erwähnen, dass auch innerhalb der CDU viele prominente Spitzenpolitiker enttäuscht sind. Zu den Kämpfern für einen gesellschaftlichen Modernisierungskurs der CDU zählen u.a. der Stuttgarter CDU-Bundesabgeordnete Stefan Kaufmann und der Gesundheitspolitiker Jens Spahn.

Doch vor allem die Gegner der Homo-Ehe sind um ein Vielfaches lauter. Allen voran Norbert Geis und Erika Steinbach, beide mittlerweile im Rentenalter, und sozusagen die konservativen Urgesteine der Unionsfraktion. Die Unions-Politiker äußerten sich zuletzt massiv gegen die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe. Eine Sammlung der krudesten Äußerungen und bei der Politiker findet sich in den Video des ZDFs gut zusammengefasst.

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